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Marktdaten15 Min. Lesezeit

Automaten-Statistiken 2026: der Vending-Markt in Deutschland und weltweit in Zahlen

Till Rüdiger-Gottschalk, Geschäftsführer der SpätiMat GmbH

Till Rüdiger-Gottschalk · Geschäftsführer der SpätiMat GmbH
Veröffentlicht

Über Verkaufsautomaten wird viel behauptet und wenig belegt. „In Japan steht an jeder Ecke einer“, „der deutsche Markt ist gesättigt“, „mit einem Automaten verdient man X“ – Sätze, die jeder kennt und für die selten jemand eine Quelle nennt.

Diese Seite sammelt die Zahlen, die es tatsächlich gibt: aus der Vendingmarkt-Studie des Bundesverbands der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft (BDV), aus dem europäischen Marktbericht der European Vending & Coffee Service Association (EVA) und aus den Erhebungen der Japan Vending System Manufacturers Association (JVMA). Jede Angabe ist verlinkt.

Wo wir selbst gerechnet haben – etwa beim durchschnittlichen Umsatz pro Automat – steht das ausdrücklich dabei, samt der Zahlen, aus denen sich das ergibt. Du kannst also jede Aussage hier nachprüfen. Genau darum geht es.

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick

Der deutsche Vending-Markt ist deutlich größer, als die öffentliche Wahrnehmung vermuten lässt. Nach der Vendingmarkt-Studie des BDV standen zuletzt rund 621.000 Verkaufsautomaten in Deutschland, die zusammen einen Warenumsatz von 3,37 Milliarden Euro erzielten – ein Plus von 18,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Rechnet man die Umsätze aus Technikservice, Wassergeschäft und Gerätevermietung dazu, kommt die Branche auf einen Gesamtumsatz von 4,62 Milliarden Euro. Verkauft wurden 4,387 Milliarden Produkte – umgerechnet rund 12 Millionen Verkäufe an jedem einzelnen Tag.

Der deutsche Vending-Markt in Kennzahlen
KennzahlWertQuelle
Verkaufsautomaten in Deutschland621.000BDV-Vendingmarkt-Studie
Warenumsatz3,37 Mrd. €BDV-Vendingmarkt-Studie
Veränderung zum Vorjahr+18,7 %BDV-Vendingmarkt-Studie
Gesamtumsatz inkl. Service4,62 Mrd. €BDV-Vendingmarkt-Studie
Verkaufte Produkte pro Jahr4,387 Mrd.BDV-Vendingmarkt-Studie
Verkäufe pro Tagrund 12 Mio.BDV-Vendingmarkt-Studie
Automaten in Europarund 5 Mio.EVA-Marktbericht
Automaten in Japanrund 3,88 Mio.JVMA
Stand der jeweils zuletzt veröffentlichten Erhebung. Die Verbände veröffentlichen jährlich; die Zahlen der Studien beziehen sich auf das jeweils abgeschlossene Vorjahr.

Was ein einzelner Automat im Schnitt umsetzt

Die Milliardenbeträge sagen wenig darüber, was ein einzelnes Gerät leistet. Diese Rechnung macht die Branche selbst nicht auf – wir haben sie deshalb aus den BDV-Zahlen abgeleitet. Alle vier Werte in der folgenden Tabelle sind eigene Berechnungen aus den oben verlinkten Primärzahlen, keine Verbandsangaben.

Das Ergebnis ist ernüchternder und zugleich interessanter, als die Schlagzeilen vermuten lassen: Ein durchschnittlicher deutscher Verkaufsautomat setzt rund 452 Euro Ware im Monat um und verkauft dabei etwa 19 Artikel am Tag. Der durchschnittliche Verkauf liegt bei 77 Cent.

Diese 77 Cent sind der aussagekräftigste Wert der ganzen Seite. Sie zeigen, womit der Markt tatsächlich Geld verdient: mit Kaffee für 60 Cent im Bürogebäude und mit Dosen für einen Euro – nicht mit hochpreisigen Artikeln. Wer mit einem Sortiment im Zwei- bis Drei-Euro-Bereich plant, liegt deutlich über dem Marktdurchschnitt und sollte das im Standortkonzept begründen können.

Durchschnittswerte je Automat – eigene Berechnung
KennzahlWertRechenweg
Warenumsatz pro Jahrrund 5.430 €3,37 Mrd. € ÷ 621.000 Automaten
Warenumsatz pro Monatrund 452 €Jahreswert ÷ 12
Verkäufe pro Tagrund 194,387 Mrd. ÷ 621.000 ÷ 365
Durchschnittlicher Verkaufswert0,77 €3,37 Mrd. € ÷ 4,387 Mrd. Verkäufe
Eigene Berechnung aus den BDV-Zahlen. Es handelt sich um Mittelwerte über ALLE Automatentypen und Standorte hinweg – vom Heißgetränkeautomaten im Großraumbüro bis zum Kaugummiautomaten. Ein einzelner Standort kann erheblich darüber oder darunter liegen. Die Werte sind ausdrücklich keine Ertragsprognose.

Wichtig zur Einordnung: In den 621.000 Automaten stecken auch mehrere hunderttausend Kleinautomaten und Heißgetränkegeräte in Betrieben, die nie für Publikumsverkehr gedacht waren. Der Durchschnitt beschreibt deshalb den Gesamtmarkt, nicht das Potenzial eines gut gewählten Standorts – in beide Richtungen.

Warum 452 Euro die falsche Messlatte für einen Snackautomaten sind

Der Marktdurchschnitt von rund 452 Euro Warenumsatz im Monat wird gern zitiert, wenn jemand ausrechnen will, ob sich ein Automat lohnt. Als Maßstab für einen öffentlich aufgestellten Snackautomaten taugt er nicht – und zwar aus einem strukturellen Grund, nicht aus Optimismus.

In den 621.000 Geräten stecken hunderttausende Heißgetränkeautomaten in Büros, Kleinautomaten und Geräte an Standorten, die nie für Publikumsverkehr gedacht waren. Der durchschnittliche Verkaufswert von 77 Cent zeigt das deutlich: Das ist Kaffee in der Teeküche, nicht ein Snack für 2,50 Euro an einer frequentierten Lage. Der Durchschnitt beschreibt überwiegend ein anderes Geschäft.

Wir betreiben eigene Standorte mit genau den Geräten, die in diesem Shop stehen, und rechnen deshalb mit anderen Werten. Unsere Kalkulationsgrundlage für einen gut besuchten öffentlichen Standort liegt bei 4.500 Euro Warenumsatz im Monat – das ist die Zahl, mit der jeder Rentabilitätsrechner in diesem Shop arbeitet. Nach Wareneinsatz, Strom, Kartengebühren, Versicherung und Standortbeteiligung bleiben davon rund 1.988 Euro Überschuss im Monat.

Der Abstand zum Marktdurchschnitt ist damit grob das Zehnfache – und er hat nichts mit besseren Geräten zu tun, sondern mit dem Segment. Ein öffentlich zugänglicher Snackautomat an einer frequentierten Lage ist schlicht ein anderes Produkt als der Kaffeeautomat im Verwaltungsflur. Genau deshalb ist die Unterscheidung aus dem vorigen Abschnitt so wichtig.

Zur Ehrlichkeit gehört: Die 4.500 Euro sind eine Kalkulationsgrundlage für einen gut besuchten Standort, keine gemessene Durchschnittsleistung aller unserer Geräte und erst recht keine Zusage. Die reale Bandbreite reicht von wenigen hundert Euro an ruhigen Lagen bis in den klar vierstelligen Bereich an starken. Was den Unterschied ausmacht, steht in Lohnt sich ein Snackautomat? und Standort für Snackautomat finden.

Marktdurchschnitt und öffentlicher Standort im Vergleich
KennzahlMarktdurchschnittKalkulationsgrundlage SpätiMat
Warenumsatz je Monatrund 452 €4.500 €
Überschuss nach allen Kostennicht ausgewiesenrund 1.988 €
Durchschnittlicher Verkaufswert0,77 €Snack- und Getränkepreise auf Einzelhandelsniveau
Bezugsgruppealle 621.000 Automaten, überwiegend nicht öffentlichöffentlich zugänglicher Standort mit hoher Frequenz
GrundlageBDV-Zahlen ÷ Automatenzahleigene Standorte, Beispielrechnung
Die mittlere Spalte ist eine eigene Berechnung aus den BDV-Zahlen und beschreibt den Gesamtmarkt. Die rechte Spalte ist eine Beispielrechnung für einen gut besuchten öffentlichen Standort und ausdrücklich keine Ertragszusage – die tatsächlichen Werte hängen von Lage, Frequenz, Sortiment und Betriebskosten ab und können erheblich abweichen, auch nach unten.

Die Rechnung offengelegt: 4.500 € Umsatz abzüglich 50 % Wareneinsatz, 50 € Strom, 2,5 % Kartengebühren sowie 100 € für Versicherung und Standortbeteiligung ergeben rund 1.988 € Überschuss im Monat. Denselben Rechenweg nutzt der Rentabilitätsrechner auf jeder Produktseite – dort kannst du ihn mit deinen eigenen Annahmen nachrechnen.

Was in Automaten gekauft wird

Heißgetränke führen das Sortiment nach Umsatz an, gefolgt von Kaltgetränken und Snacks – so die Auswertung des BDV. Diese Reihenfolge erklärt sich aus der Standortstruktur: Der größte Teil der deutschen Automaten steht in Betrieben, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen, wo Kaffee das Hauptprodukt ist.

Für Aufsteller im öffentlichen Raum kehrt sich das Verhältnis meist um. An einem Standort mit Publikumsverkehr – Späti-Ersatz, Tankstellenumfeld, Campingplatz – dominieren Kaltgetränke und Snacks, weil dort niemand auf einen Kaffee wartet, sondern schnell etwas mitnimmt.

Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat 2026 eine Ausarbeitung zu Verkaufsautomaten vorgelegt, die den rechtlichen Rahmen und die Marktstruktur zusammenfasst. Sie ist die derzeit beste neutrale Quelle für alle, die sich mit Genehmigungen, Ladenschlussrecht und Jugendschutz befassen.

Deutschland im europäischen Vergleich

Europaweit sind nach dem Marktbericht der EVA rund 5 Millionen Vending- und OCS-Geräte im Einsatz. Die sechs größten Märkte sind Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Spanien und Großbritannien.

Der größte Einzelmarkt ist Italien mit über 800.000 Automaten – zugleich der einzige der 24 untersuchten Märkte, dessen Warenumsatz zuletzt zurückging, um 2,9 Prozent. Die höchste Automatendichte hat nicht Italien, sondern die Niederlande mit einem Automaten je 55 Einwohner. Am anderen Ende steht die Türkei mit einem Gerät je 1.890 Einwohner.

Deutschland liegt bei rund einem Automaten je 134 Einwohner – eigene Berechnung aus 621.000 Automaten und rund 83,5 Millionen Einwohnern. Das ist etwa ein Drittel der niederländischen Dichte.

Automatendichte im Ländervergleich
LandEinwohner je AutomatGrundlage
Japanrund 32JVMA, alle Automatenarten
Niederlande55EVA-Marktbericht
Deutschlandrund 134eigene Berechnung aus BDV-Zahlen
Türkei1.890EVA-Marktbericht
Angaben beziehen sich auf die Gesamtzahl der Automaten eines Landes, nicht nur auf öffentlich zugängliche Geräte. Vergleiche, die für ein Land nur die öffentlichen Automaten zählen und für ein anderes alle, überzeichnen den Unterschied erheblich – ein in dieser Branche verbreiteter Fehler.

Öffentlich zugänglich oder nicht – die wichtigste Unterscheidung

Bei fast jedem Ländervergleich zur Automatendichte wird ein Detail übergangen, das die Zahlen vollständig verändert: Zählt man alle Automaten eines Landes, oder nur die, an die jeder herankommt?

In Deutschland ist der Unterschied dramatisch. Von den rund 621.000 Geräten steht der weit überwiegende Teil nicht öffentlich: Kaffeeautomaten in Büros, Getränkeautomaten in Werkshallen, Geräte in Verwaltungen und Schulen. Nach unserer Einschätzung aus dem eigenen Betrieb ist nur etwa ein Fünftel für Passanten frei zugänglich.

Rechnet man mit diesem Fünftel, kommt Deutschland auf rund einen öffentlich zugänglichen Automaten je 671 Einwohner statt auf 1 : 134. Das ist die Zahl, die für jeden zählt, der einen Automaten im öffentlichen Raum aufstellen will – denn nur dort findet der Wettbewerb um Standorte überhaupt statt.

Beide Zahlen sind richtig, sie beantworten verschiedene Fragen. Für den Vergleich der Gesamtmärkte gilt 1 : 134. Für die Frage, wie viel Platz im öffentlichen Snackgeschäft noch frei ist, gilt 1 : 671. In unseren eigenen Standortanalysen arbeiten wir mit der zweiten Zahl und weisen sie auf der Seite Über uns auch so aus.

Deutschland: zwei Bezugsgrößen, zwei Zahlen
BetrachtungAutomatenEinwohner je AutomatWofür aussagekräftig
Alle Automatenrund 621.000rund 134Vergleich der Gesamtmärkte zwischen Ländern
Nur öffentlich zugänglicherund ein Fünftel davonrund 671Standortpotenzial für Aufsteller im öffentlichen Raum
Der Anteil öffentlich zugänglicher Automaten ist keine Verbandsstatistik, sondern unsere Einschätzung aus dem eigenen Betrieb – wir kennzeichnen ihn ausdrücklich als solche. Die Gesamtzahl stammt aus der BDV-Vendingmarkt-Studie.

Japan: der Extremfall – und warum er kippt

Japan ist das Land, das in jedem Gespräch über Automaten auftaucht, und die Zahlen geben das her: Nach Erhebungen der Japan Vending System Manufacturers Association stehen dort rund 3,88 Millionen Automaten. Das ist etwa ein Gerät je 32 Einwohner und damit die höchste Dichte weltweit.

Weniger bekannt ist, dass der japanische Markt seit über einem Jahrzehnt schrumpft. Die Zahl der Getränkeautomaten erreichte 2014 mit 2,47 Millionen Geräten ihren Höchststand und ist seither jedes Jahr gefallen – zuletzt auf rund 1,95 Millionen. Damit liegt sie erstmals seit Beginn der Erhebungen unter zwei Millionen.

Der Grund ist keine sinkende Nachfrage, sondern Konsolidierung: Betreiber entfernen Geräte an schwachen Standorten und optimieren den Umsatz je verbleibendem Automaten statt die Stückzahl zu maximieren. Für den deutschen Markt ist das die interessanteste Lehre aus Japan – nicht die Dichte, sondern dass Dichte allein kein Geschäftsmodell ist.

Zu Japan kursieren zwei Zahlen, und beide stimmen – nur für verschiedene Jahre. „Ein Automat je 23 Einwohner“ beschreibt den Höchststand der 2000er-Jahre mit über 5 Millionen Geräten. Rund 1 : 32 ist der heutige Wert. Wer Länder vergleicht, sollte darauf achten, aus welchem Jahr die Gegenzahl stammt.

Bargeldlos zahlen: der größte Umbruch der Branche

Die stärkste Veränderung im Automatengeschäft der letzten Jahre ist kein neues Gerät, sondern die Zahlungsart. Für den US-Markt, der hier weiter ist als der europäische, liegen belastbare Zahlen aus den Transaktionsdaten des Zahlungsdienstleisters Cantaloupe vor: 71 Prozent aller Automatentransaktionen waren dort zuletzt bargeldlos – ein Anstieg um 17 Prozent binnen eines Jahres.

Innerhalb der bargeldlosen Zahlungen verschiebt sich das Bild noch schneller: 77 Prozent liefen kontaktlos, nach 65 Prozent im Vorjahr. Zahlungen per Smartphone und Smartwatch wuchsen um über 300 Prozent und machen inzwischen 29 Prozent der bargeldlosen Umsätze aus.

Diese Zahlen stammen von einem Zahlungsanbieter und beschreiben dessen eigenes Transaktionsvolumen – das ist keine neutrale Branchenerhebung und entsprechend einzuordnen. Die Richtung deckt sich aber mit dem, was Betreiber in Europa berichten, und mit unserer eigenen Erfahrung: Ein Automat ohne Kartenzahlung verliert heute messbar Umsatz, weil ein wachsender Teil der Kundschaft schlicht kein Bargeld mehr dabeihat.

Was die Zahlen für Aufsteller bedeuten

Aus den Daten lassen sich drei Schlüsse ziehen, die für jeden gelten, der über einen eigenen Automaten nachdenkt.

Der Markt wächst, aber nicht überall gleich. Ein Warenumsatzplus von 18,7 Prozent in einem Jahr ist für eine etablierte Branche außergewöhnlich. Gleichzeitig zeigt Italien, dass Wachstum nicht selbstverständlich ist – dort schrumpft der Markt trotz höchster Gerätezahl in Europa. Wachstum entsteht durch Standorte, nicht durch Stückzahl.

Der Durchschnitt ist kein Ziel, sondern eine Warnung. 452 Euro Warenumsatz im Monat sind der Mittelwert über alle Geräte – inklusive der vielen, die kaum laufen. Wer einen Standort ernsthaft prüft, sollte deutlich darüber landen können, sonst trägt das Gerät seine Kosten nicht. Die ehrliche Rechnung dazu steht in unserem Ratgeber Lohnt sich ein Snackautomat?.

Kartenzahlung ist keine Option mehr. Bei einem durchschnittlichen Verkaufswert von 77 Cent entscheidet die Bequemlichkeit des Bezahlens über den Kauf. Wer für einen Riegel erst Münzen suchen muss, kauft ihn nicht.

Was ein konkreter Automat kostet und welche Modelle es gibt, steht in der Übersicht Snackautomaten und mit aktuellen Preisen bei den lieferbaren Snackautomaten.

Quellen und Methodik

Deutschland: Vendingmarkt-Studie des BDV, erhoben jährlich unter den Mitgliedsunternehmen des Bundesverbands der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft. Zusammenfassung der aktuellen Zahlen bei automatenmarkt.de.

Europa: European Vending & OCS Market Report der EVA, der 24 europäische Märkte abdeckt. Auswertung des jüngsten Berichts bei Vending Market Watch.

Japan: Erhebungen der Japan Vending System Manufacturers Association (JVMA) zur Zahl der aufgestellten Automaten, jährlich veröffentlicht.

Zahlungsdaten: Micropayment-Auswertung des Zahlungsdienstleisters Cantaloupe für den US-Markt. Anbietereigene Transaktionsdaten, keine neutrale Erhebung.

Rechtlicher Rahmen: Ausarbeitung „Verkaufsautomaten (Vending)“ der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages.

Eigene Berechnungen: Die Durchschnittswerte je Automat und die Automatendichte für Deutschland haben wir aus den oben verlinkten Primärzahlen selbst berechnet; der Rechenweg steht jeweils in der Tabelle. Als Einwohnerzahl für Deutschland liegen 83,5 Millionen zugrunde.

Du darfst die Zahlen dieser Seite gern zitieren und weiterverwenden – wir freuen uns über einen Link auf diese Quelle. Wenn dir ein Fehler auffindet oder eine Zahl veraltet ist, schreib uns: Wir korrigieren das und vermerken es.

Häufige Fragen

Wie viele Verkaufsautomaten gibt es in Deutschland?+

Rund 621.000 Verkaufsautomaten, nach der Vendingmarkt-Studie des Bundesverbands der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft (BDV). Das entspricht etwa einem Automaten je 134 Einwohner.

Wie viel Umsatz macht die Automatenbranche in Deutschland?+

Der Warenumsatz lag zuletzt bei 3,37 Milliarden Euro, ein Plus von 18,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rechnet man Technikservice, Wassergeschäft und Gerätevermietung dazu, kommt die Branche auf einen Gesamtumsatz von 4,62 Milliarden Euro. Quelle: BDV-Vendingmarkt-Studie.

Wie viel setzt ein einzelner Automat im Durchschnitt um?+

Rund 5.430 Euro Warenumsatz pro Jahr oder etwa 452 Euro im Monat – eigene Berechnung aus den BDV-Zahlen (3,37 Mrd. Euro geteilt durch 621.000 Automaten). Das ist ein Mittelwert über alle Automatentypen und Standorte, vom Bürokaffeeautomaten bis zum Kaugummiautomaten. Ein einzelner Standort kann erheblich darüber oder darunter liegen; als Ertragsprognose taugt der Wert nicht.

Warum liegt der Marktdurchschnitt so viel niedriger als die Umsätze, mit denen Anbieter rechnen?+

Weil beide Zahlen verschiedene Gruppen beschreiben. Der Durchschnitt von rund 452 Euro im Monat umfasst alle 621.000 deutschen Automaten – überwiegend Heißgetränkegeräte in Büros und Kleinautomaten, die nie für Publikumsverkehr gedacht waren. Ein öffentlich zugänglicher Snackautomat an frequentierter Lage gehört einem anderen Segment an. Wir rechnen für einen solchen Standort mit 4.500 Euro Warenumsatz im Monat, was nach allen Kosten rund 1.988 Euro Überschuss lässt. Das ist eine Kalkulationsgrundlage für einen guten Standort, keine gemessene Durchschnittsleistung und keine Zusage – die Bandbreite reicht von wenigen hundert Euro an ruhigen Lagen bis in den klar vierstelligen Bereich.

Wie viele der deutschen Automaten sind öffentlich zugänglich?+

Nach unserer Einschätzung aus dem eigenen Betrieb rund ein Fünftel der 621.000 Geräte; der Rest ist Kaffee- und Getränketechnik in Betrieben, Verwaltungen und Schulen. Bezogen auf die öffentlich zugänglichen Automaten kommt Deutschland damit auf etwa einen Automaten je 671 Einwohner statt auf 1 : 134. Der Anteil ist keine Verbandsstatistik – wir kennzeichnen ihn ausdrücklich als eigene Einschätzung.

Wie viele Produkte werden pro Tag aus Automaten verkauft?+

In Deutschland rund 12 Millionen Verkäufe pro Tag, das sind 4,387 Milliarden Produkte im Jahr. Der durchschnittliche Verkaufswert liegt bei 77 Cent – eigene Berechnung aus Warenumsatz geteilt durch Verkaufszahl.

Welches Land hat die meisten Verkaufsautomaten pro Einwohner?+

Japan mit rund einem Automaten je 32 Einwohner bei etwa 3,88 Millionen Geräten. In Europa führen die Niederlande mit einem Automaten je 55 Einwohner. Die oft zitierte Zahl „ein Automat je 23 Einwohner“ für Japan stammt aus den 2000er-Jahren und ist überholt.

Wächst oder schrumpft der Automatenmarkt?+

Das hängt vom Land ab. Der deutsche Markt wuchs zuletzt um 18,7 Prozent beim Warenumsatz. Italien ist der einzige der 24 von der EVA untersuchten europäischen Märkte mit rückläufigem Warenumsatz. Japan baut seit 2014 Getränkeautomaten ab – dort geht es um Umsatz je Gerät statt um Stückzahl.

Wie hoch ist der Anteil bargeldloser Zahlungen an Automaten?+

Für den US-Markt weist der Zahlungsdienstleister Cantaloupe 71 Prozent bargeldlose Transaktionen aus, davon 77 Prozent kontaktlos. Für Deutschland liegen keine vergleichbar detaillierten Zahlen vor. Die Richtung ist aber eindeutig, und Automaten ohne Kartenzahlung verlieren spürbar Umsatz.

Darf ich die Zahlen von dieser Seite verwenden?+

Ja, gern – für Artikel, Präsentationen oder Businesspläne. Wir bitten um eine Quellenangabe mit Link auf diese Seite. Die Primärquellen sind jeweils verlinkt, sodass du auch direkt dort zitieren kannst.

Alle Marktzahlen stammen aus den genannten Verbands- und Anbieterquellen und geben deren jeweils zuletzt veröffentlichten Stand wieder; für ihre Richtigkeit übernehmen wir keine Gewähr. Als eigene Berechnung gekennzeichnete Werte sind Mittelwerte aus diesen Zahlen und beschreiben den Gesamtmarkt. Die gezeigten Umsätze, Gewinne und Amortisationszeiten beruhen auf eigenen Annahmen und Planzahlen. Sie sind weder eine Zusage noch eine Garantie oder Prognose eines tatsächlich erzielbaren Ertrags und dürfen nicht als alleinige Grundlage für eine Kauf-, Investitions- oder Finanzierungsentscheidung dienen. Das tatsächliche Ergebnis hängt von Standort, Frequenz, Sortiment, Einkaufspreisen, Betriebskosten, Steuern und dem eigenen Einsatz ab und kann erheblich abweichen – auch deutlich nach unten bis hin zu Verlusten. Angaben ohne Gewähr; sie ersetzen weder eine eigene Kalkulation noch eine Steuer- oder Rechtsberatung.

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